Clipping details
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| Notes: | German interview with Rick just after moving into his first home with Marietta |
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| Country: | Germany |
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RICK PARFITT:
«Schon mit 12 trat ich als Gitarrist im Fernsehen auf»
Das Hobby des Hausherrn: Er sammelt Hotelschlüssel aus aller Welt
Kaum haben Fotograf Bob Ellis und ich es uns auf der grossen Zebrastreifen-Couch im Wohnzimmer bequem gemacht, klingelt es an der Tür. Ricks Vater ist da und will mal kurz nach seinem Enkel sehen. Mr. Parfitt senior ist mächtig stolz auf seinen kleinen «Prinzen Richard», und weil er als Versicherungsvertreter arbeitet, fällt immer etwas Zeit für einen kurzen Besuch ab. Und ausserdem ist heute auch sein Sohn zu Hause - ein seltenes Vergnügen. Denn Rick Parfitt ist fast ständig auf Tournee.
Dass Rick da ist, hat sich anscheinend pfeilschnell herumgesprochen. Pausenlos klingelt das Telefon, alte Schulfreunde rufen an oder kommen gleich auf einen Sprung vorbei. «Kaum ist Rick hier, ist der Teufel los!» jammert die bildhübsche Marietta, «das ganze Privatleben eines Jahres spielt sich dann in ein paar Tagen ab.» Rick selbst macht das nichts aus. «Solange Status Quo oben schwimmt, nehme ich diesen unaufhörlichen Trubel gern in Kauf.»
In seinem neuen Haus, das er sich im letzten Herbst kaufte, hat Rick bisher nur wenige Tage verbracht. «Für das Haus ist Marietta zuständig, und sie macht ihre Sache perfekt. Nur mit der Einrichtung sind wir noch nicht zufrieden, sie ist nicht ganz unser Geschmack, aber wir haben sie so vom Vorbesitzer übernommen. Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, gehen wir als erstes Möbel kaufen.» Der Gummibaum wird also noch aus dem Wohnzimmer verschwinden.
An Marietta hängt Rick sehr. Vor drei Jahren traf er sie in Göttingen in einer Diskothek, und obwohl sie ihn zunächst abblitzen liess, entlockte er ihr doch am Ende des Abends ihre Adresse. Im September 73 führte er sie dann zum Standesamt. «Deutschland produziert ausgezeichnete Mädchen und Fotoapparate», grinst Rick und lässt sich von Bob Ellis die neue Kamera erklären, die er zu Weihnachten von seinen Schwiegereltern bekommen hat.
Enger Familienkontakt ist für Rick sehr wichtig. Auch mit Mariettas Eltern versteht er sich inzwischen blendend, obwohl sie anfangs ziemliche Bedenken gegen einen englischen Popmusiker als Schwiegersohn hatten. Ricks Vater dagegen mochte Marietta von Anfang an: «Eine bessere Frau hätte ich ihm gar nicht wünschen können. Ja, mein Sohn hat wirklich alle Hoffnungen, die ich in ihn gesetzt habe, voll verwirklicht.»
Mr. Parfitt plante Ricks Karriere schon seit frühester Jugend. «Ich war zehn, als er mir die erste Gitarre kaufte», erinnert sich Rick. «Es war ein ganz billiges Ding, ich kann mich jetzt noch an den Geruch erinnern. Unterricht hatte ich nie, ich spielte einfach nach, was meine Idole - Cliff Richard und die Shadows - damals spielten. Dad feuerte mich unaufhörlich an. Er schleppte mich zu Veranstaltungen, meldete mich bei Talentwettbewerben an. Mit 12 trat ich als Gitarrist im Fernsehen auf.» Zum Lernen fand Rick dabei kaum Zeit, und als er mit 15 die Schule verliess, gab es für ihn keine Alternative: er stieg bei einer lokalen Rockband ein. Die Band hiess Status Quo.
Über seine Zukunft macht sich Rick zur Zeit wenig Gedanken, dazu fehit ihm die Ruhe. «Nach den ersten Hits von Status Quo haben wir ein paar Jahre durchgemacht, in denen niemand etwas von uns wissen wollte. Jetzt reiten wir wieder ganz oben auf der Popularitätswelle und geniessen jede Minute davon. Da nehme ich mein kastriertes Privatleben gern in Kauf. Das kann ich später noch lange genug haben.»
Image caption: Baby Richard ist der Stolz der ganzen Familie