Clipping details
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| Title: | Francis hat'nen Lieblingsfisch |
| Notes: | German article about Francis's home life with his dogs and fish |
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| Country: | Germany |
| Publication: | POP |
| Author: |

Francis hat'nen Lieblingsfisch
Der Stress ist hart bei Status Quo. Von 365 Tagen im Jahr sind sie meist 320 Tage auf Achse. Nur selten fallen f¨r die vier Jungs mal ein paar freie Tage ab, und fast noch seltener sehen sie ihre Häuser und Frauen. Sind sie aber endlich zu Haus, schalten sie total vom Musikgeschäft ab. Dann haben sie nur noch Zeit für ihre Fanmilien und ihre Hobbies, mit denen sie sich vom harten Band-Beruf erholen. POP fotografierte für Euch exklusiv STATUS QUO ganz privat 1.Teil
«Ich bin meistens völlig erledigt, wenn ich nach Hause komme!» Francis Rossi streckt seine Füsse unter dem Wohnzimmertisch aus und rekelt sich im Sessel. «Die ständige Herumraserei schafft einen ganz schön. Deshalb kapsel' ich mich in meinen vier Wänden meist völlig ab und empfange nur wenige alte Freunde. POP ist die einzige Zeitschrift, bei der ich eine Ausnahme mache. Schliesslich kennen wir uns schon seit acht Jahren und sind immer gut miteinander ausgekommen.»
Sehr viel Ruhe allerdings hat Francis auch zu Hause nicht. Dafür sorgen schon Oscar, Shamus und Louise, drei riesige Hunde. «Oscar und Shamus sind echte irische Wolfshunde, während die Dame Louise einen ziemlich gemischten Stammbaum vorweisen kann», grinst Francis. «Hunde sind mir sympathischer als Katzen - man kann einfach viel mehr mit ihnen anstellen. Den ganzen Tag toben sie durchs Haus und durch den Garten. Schade, dass ich meist nach ein paar Tagen wieder fort muss und sie nicht mitnehmen kann. Jedesmal gibt es eine ergreifende Abschiedsszene, wenn ich sie wieder in ihre Hütten bringen muss. Aber solange Louise dabei keinen Ärger macht, sind auch Shamus und Oscar brav - die Dame hat einen ziemlichen Einfluss auf die beiden.»
Problemloser sind da schon Francis' Fische, die in einem Teich im Garten leben. «Fische sind die idealen Haustiere für einen Musiker», sinniert Francis, «sie sind still und unaufdringlich und machen kein Theater, wenn ich sie verlasse. Alle möglichen Arten schwimmen in meinem Teich: Karpfen, Schleie, ein japanischer Mondfisch, der sich wie ein Ballon aufblasen kann, und ein paar andere. Sie wachsen rasch, und ich bin sicher, dass sie bald jede Menge Babies haben. Vielleicht sind ja auch schon welche da, aber es ist immer so schwer, sie zu zählen. Die Fische zu füttern macht mir am meisten Spass. Sie haben keine Scheu und nuckeln an meinen Fingern wie Kinder am Schnuller.»
Noch ein drittes Hobby füllt Francis' Freizeit aus: Pflanzen züchten. «Das ganze Haus steht mit Grünzeug voll : Gummibäume, Kakteen, Efeu und Ranken. Selbst in der Küche stolpert man über Sie. Die meisten Pflanzen habe ich allerdings in einem extra dafür eingerichteten Raum untergebracht, wo sie durch grosse Fenster genügend Sonne bekommen. Ich habe mich richtig zum Heimgärtner entwickelt.»
Eine Gitarre fasst Francis in seiner Freizeit kaum an. «Höchstens, wenn mir eine neue Song idee durch den Kopf geht. Dann lasse ich mich schon mal zu Arbeit hinreissen. Aber sonst will ich in dieser Zeit von meinem Job nichts hören und nichts sehen. Und in dieser Beziehung unterscheide ich mich wohl kaum von anderen Leuten, die ihren sauer verdienten Urlaub machen!»
Image captions:
Main image: Francis füttert seinen Lieblingsfisch: "Der Kleine ist ganz zutraulich"
Second page:
Fotos: Bob Ellis