Clipping details
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| Title: | Das Status-Quo-Drama: Als Francis Rossi von der Bühne getragen wurde, weinten die Fans! |
| Notes: | Drama of Francis falling off the stage during the gig in Stuttgart on 01/02/79 (German) |
| Year: | 1979 |
| Country: | Germany |
| Publication: | |
| Author: |

Das Status-Quo-Drama: Als Francis Rossi von der Bühne getragen wurde, weinten die Fans!
Donnerstag, 1. Februar, Messehalle in Stuttgart-Sindelfingen. 14. Station der grossen Status - Quo - Deutschland - Tournee. Francis Rossi, Rick Parfitt, Alan Lancaster, John Coghlan und Andy Bown rocken in typischer Quo-Manier. Doch plötzlich, mitten in der Show, spielt sich vor den Augen der über 3000 begeisterten Fans ein Drama ab. Francis Rossi bricht auf offener Bühne zusammen. POP war in Stuttgart dabei und hat den tragischen Augenblick im Bild festgehalten.
Alles ist wie gewohnt! Vor der Bühne hat sich die "Status-Quo-Army" versammelt, von Kopf bis Fuss in Jeans gekleidet und mit Patches, Schals und Transparenten bewaffnet.
Alles ist wie gewohnt! Das Licht geht aus. Tobender Beifall und ein tausendköpfiges "Status Quo, Status Quo..." begrüssen Rick, Francis, Alan, John und Andy. Ein kurzes "one, two, three, four...", und die heisse Status-Quo-Rock-Show beginnt. Alles wie gewohnt! Die Status-Quo-Jungs rocken sich durch die Songs ihrer letzten Alben, törnen sich gegenseitig zu immer verrückteren Show-Einlagen an und begeistern die Fans mit atemberaubenden Luftsprügen, ausgeflippten Verrenkungen und Spurts über die ganze Bühne.
Doch mit einem Schlag ändert sich alles! Dichte Rauchschwaden steigen hinter dem Schlagzeug empor und hüllen Drummer John Coghlan ein. Rechts aussen haut Andy Bown in die Tasten seiner Orgel und links vorne liefern sich Rick Parfitt und Alan Lancaster ein hartes Gitarrenduell. Francis Rossi steht auf dem erhöhten Schlagzeugpodest, mit dem Rücken zum Publikum. Seine lange Mähne flattert. Francis' Bewegungen werden immer akrobatischer. Mit gespreizten Beinen steht er da, windet sich im Takt der Musik und biegt sich wie ein Gummimnensch. Plötzlich verliert er das Gleichgewicht, fällt brutal nach hinten und schlägt hart auf dem Monitor-Laut-sprecher an der Bühnenrampe auf. Regungslos bleibt Francis liegen. Helfer eilen herbei und versuchen dem Pechvogel auf die Beine zu helfen. Vergeblich, Francis steht nicht mehr auf. Rick, Alan, John und Andy spielen indes ungerührt weiter. Erst ale zwei Sanitäter in weissen Kitteln herbeirasen, stoppen endlich auch die übrigen Quo-Jungs die Show. Ein heilloses Durcheinander auf der Bühne, eine kurze Besprechung: dann wird Francis Rossi auf einer Bahre weggetragen. Die Fans sind schockiert, einige haben Tränen in den Augen.
Eine Viertelstunde vergeht. In der Halle Totenstille, keine Panik, keine Protestschreie. Jedermann wartet auf eine Erklärung, ob sich der beliebte Quo-Gitarrist ernsthaft verletzt hat. Doch dann kommen Status Quo zur grossen Überraschung aller noch einmal auf die Bühne. Auch Pechvogel Francis ist dabei. Mit Spritzen fitgemacht, kämpft sich der Quo-Gitarrist über die Runden. Unbeweglich steht der harte Profi, der sonst zu den Rhythmen der Hammerband wie ein Spring-ins-Feld über die Bühne, da und verzieht sein schweisstriefendes Gesicht vor Schmerzen. Die fans honorieren Francis' unmenschliche Anstrengungen mit minutenlangem, frenetischem Applaus. Das führt dazu, dass Status Quo trotz den höllischen Schmerzen ihres Gitarristen noch drei Zugaben geben!
Eine Stunde später im Hotel. Belämmerte Gesichter hier und da, noch immer sitzt der Schock über den Zwischenfall tief. "Das ganze war einfach Riesenpech", erklärt Rick Parfitt POP. "Jeder von uns Gitarristen ist schon merhrmals gestürzt, ohne sich dabei zu verletzen. Deshalb haben wir auch heute weitergespielt, die Sache mit Francis schien uns harmlos. Wir konnten nicht wissen, das er sich so weh getan hatte. "Francis Rossi selbst sitzt zusammenngekrümmt auf einen einem weichen Polstersessel. "Ich muss ins Bett", erklärt er. "Ich bin bei meinem Sturz voll auf das Steisbein geknallt. Ich konnte miche echt nicht mehr bewegen, die Schmerzen waren grausam. Mein Rücken tut jetzt noch weh, ich hoffe, die Sache heilt schnell. Es macht mir nämlich keinen Spass, als steife Puppe auf der Bühne zu stehen." Kurz bevor der Status-Quo-Gitarrist auf sein Zimmer verschwindet, meint er: "Ich möchte mich bei allen Fans in Stuttgart ganz herzlich bedanken. Ihr Verständnis war fantastisch, irgendwo anders hätten die Leute vielleicht gepfiffen und getobt. Dankeschön"...
Image captions:
Top: Am Nachmittag beim Soundcheck: Francis Rossi setzt sich ans Schlagzeug und gibi eine Kostprobe seines Könnens als Drummer
Bottom: Da war noch alles ok! Francis Rossi in voller Action
Left to right:
Francis steht wie öfters während der Quo-Show mit dem Rücken zum Publikum auf dem Schlagzeugpodest...
...biegt und windet sich
Plöotzlich verliert er das Gleichgewicht, fällt nach hinten...
...knallt voll auf die Monitor-Boxe an der Bühnenrampe...
...und bleibt regungslos liegen
Helfer eilen herbei und versuchen Francis auf die Beine zu helfen. Die übrigen Quo-Jungs rocken indes ungerührt weiter
Sanitäter kümmern such um den Verletzien. Dann endlich stoppen auch Rick, Alan, John und Andy die Show...
...und verlassen mit geschockten Mienen die Bühne
Nach der Show trager Bob Young, Mündharmonika-Virtuel und sechster Quo, und ein Helfer Francis Rossi vor sichstig zum wartenden Wagen
Fotos: Hannes Schmid